Leitbild Hochwasserschutzkonzept Bocholter Aa

Veranlassung

Anfang und Ende Juni 2016 kam es durch zwei Starkregenereignisse im Kreis Borken zu Überschwemmungen in den Einzugsbereichen von Berkel, Bocholter Aa, Dinkel und Issel. Entlang der Bocholter Aa waren die Kommunen Velen, Borken, Rhede und Bocholt betroffen, besonders die Ortskerne von Ramsdorf und Gemen.

Aufgrund dieser Ereignisse und den damit verbundenen Schäden haben sich alle Kommunen im Einzugsgebiet der Bocholter Aa gemeinsam dazu entschlossen, ein interkommunales Hochwasserschutzkonzept zu erstellen, das den gesamten Flusslauf der Bocholter Aa und deren Zuflüsse einbezieht.

Hauptziele

Das Leitbild für das Hochwasserschutzkonzept (HWSK) Bocholter Aa zielt vor allem auf einen nachhaltigen Hochwasserschutz unter Berücksichtigung ökologischer Belange mit folgenden drei Schwerpunkten ab:

  1. Hochwasserschutz der Wohn- und Geschäftsbebauung durch technische Maßnahmen für ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100),
  2. Umsetzung von Maßnahmen im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die als dezentrale Maßnahmen an verschiedenen Stellen entlang der Bocholter Aa zum Hochwasserschutz und gleichzeitig zu einer ökologischen (naturnahen) Aufwertung des Gewässers beitragen,
  3. Installation eines Hochwasserwarnsystems.

Hochwasserschutz als Prozess – von der Idee zur Umsetzung

Das HWSK soll zunächst mögliche Maßnahmen des Hochwasserschutzes aus fachplanerischer Sicht erarbeiten. Ziel ist zu prüfen, ob eine Maßnahme technisch umsetzbar und wirkungsvoll ist. Aufgrund dessen erfolgt die Maßnahmenplanung zunächst weitestgehend losgelöst von der Flächenverfügbarkeit.

Das Ingenieurbüro soll dabei mögliche Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Kreis und den Kommunen erarbeiten. Mit Hilfe eines Kosten-Nutzen-Vergleiches soll die Effizienz der einzelnen Maßnahmen bewertet werden. Damit sollen die Dimensionen der Maßnahmenvorschläge erfasst werden. Der Kosten-Nutzen-Vergleich dient als Grundlage für Abwägungen und Diskussionen über Umsetzung und Notwendigkeit der Hochwasserschutzmaßnahmen für die kommunalen Entscheidungsträger. Schließlich soll ein interkommunaler Konsens für ausgewählte Hochwasserschutzmaßnahmen gefunden werden, die den erforderlichen Schutz bieten.

Maßnahmen im Sinne der WRRL

Aufgrund der historischen Entwicklung sind die Bocholter Aa und ihre Nebengewässer heute auf nahezu der gesamten Länge ökologisch stark beeinträchtigt. Natürliche Strukturen sind lediglich punktuell vorhanden. Das natürliche Wanderungsverhalten – von Fischen und anderen Kleinstlebewesen ist an vielen Stellen unterbrochen.

Die für das Hochwasserschutzkonzept relevanten Maßnahmen im Sinne der WRRL zielen daher auf eine Verbesserung von Gewässerstrukturen und die Wiederherstellung der Durchgängigkeit ab. Damit verbunden sollen auch Habitatstrukturen im Gewässerprofil, im Uferbereich, in der Sohle und im Auenbereich verbessert werden. Die vorgesehenen Maßnahmen sollen folgende Bausteine enthalten:

  • Herstellung eines naturnahen bis natürlichen Gewässerlaufes mit variabler Böschungsneigung und Breitenvarianz
  • Einbringung von Strukturelementen (z.B. Buhnen, Totholz)
  • Herstellung einer naturnahen Sekundäraue, d.h. Ausbildung eines ökologisch wertvollen Feuchtbiotops und Herstellung von naturnahem Rückhalteraum für Wasser (Retentionsraum)
  • Initiierung standortgerechten Gehölzbewuchses (zur Beschattung)

Auf diese Weise soll eine eigendynamische Entwicklung des Gewässers innerhalb der Maßnahmenabschnitte hin zu einem guten Gewässerzustand gemäß WRRL gefördert werden.

Gleichzeitig haben die WRRL-Maßnahmen durch den Wasserrückhalt in Sekundärauen oder bei Aufweitungen und Laufverlängerungen eine positive Wirkung auf den Hochwasserschutz (Retentionsräume). Die Wirkung solcher Maßnahmen für den Hochwasserschutz besteht vor allem im Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen, die insgesamt zu einer Reduktion der Überschwemmungsflächen führen können. Durch dezentrale Maßnahmen können und sollen auch Kommunen, die nicht durch Hochwasserereignisse betroffen sind, einen Beitrag zur Verbesserung der Situation von unterhalb liegenden benachbarten Kommunen im Einzugsgebiet leisten. Maßnahmen im Sinne der WRRL sind jederzeit und flexibel erweiterbar. Sie können im gesamten Gewässer umgesetzt werden, auch in den Nebengewässern der Bocholter Aa.

Innerhalb des HWSK werden daher neben den technischen Maßnahmen auch möglichst wirkungsvolle WRRL-Maßnahmen erarbeitet.

Hochwasserwarnsystem

Entscheidend für eine erfolgreiche Reduzierung von Hochwasserschäden ist, dass die von Hochwasser bedrohten Bürgerinnen und Bürger möglichst früh Informationen über den zu erwartenden Wasserstand erhalten. Dazu sind ein funktionierendes Wasserstandsmeldesystem und eine rechtzeitige Hochwasserwarnung erforderlich.

Hochwasservorhersagen basieren i.d.R. auf aufwendigen Computersimulationen. Auf Basis von prognostizierten Niederschlägen werden dabei die Abflüsse für bestimmte Stationen am Gewässer berechnet. Auch ohne aufwendige Modelle kann der Wellenablauf einer Hochwasserwelle im Gewässerverlauf mittels Wasserstandsmessungen eingeschätzt werden. Dadurch kann eine (wenn auch zeitlich begrenzte) vereinfachte Vorhersage über den Verlauf des Hochwassers erfolgen. Der Wellenablauf beschreibt, wie sich die Hochwasserspitze zeitlich und von ihrer Höhe her im Gewässer fortpflanzt. Dieses Verfahren soll zunächst an der Bocholter Aa angewendet werden.

In einem ersten Schritt soll dazu ein einheitliches Pegelsystem mittels Messsonden entlang der Bocholter Aa installiert werden, auf das sich Kreis und Kommunen vorab verständigt haben. Die Pegelstände sollen im Internet unter Angabe kritischer Wasserstände und Meldestufen veröffentlicht werden.

Naherholung und Tourismus

Die Bocholter Aa dient außerhalb der Siedlungsbereiche als wichtiges Naherholungsgebiet und ist weitgehend durch gewässernahe Fuß- und Radwege für die ruhige Naherholung erschlossen. Auch die kleinflächig vorkommenden Waldflächen stellen bedeutsame Naherholungsbereiche dar. Schwerpunkte für die Sport- und Freizeitnutzung befinden sich zudem rund um den Bocholter Aasee sowie am Pröbstingsee.

Die Bocholter Aa mit ihren Seen soll auch zukünftig der Naherholung der Bevölkerung dienen und für den Tourismus, vor allem den Radtourismus, zugänglich sein. Bei der Umsetzung von Maßnahmen sollen daher diese Aspekte mitberücksichtigt werden. Gleichzeitig können hier Synergien geschaffen werden, da insbesondere mit den WRRL-Maßnahmen z.B. das Landschaftsbild aufgewertet werden kann.

Hochwasserschutz im Einklang mit der Landwirtschaft

Wesentlich für eine erfolgreiche Umsetzung des HWSK ist die Verfügbarkeit von Flächen, in denen sich das Wasser im Hochwasserfall schadlos ausbreiten kann. Das Einzugsgebiet der Bocholter Aa ist durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Das HWSK kann daher nur im Einklang mit der Landwirtschaft umgesetzt werden.

Die Möglichkeit zur Durchführung einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung soll mit den geplanten Maßnahmen weiterhin gewährleistet werden. Schädigende Auswirkungen von Maßnahmen durch einen zeitweisen Rückhalt von Hochwasser auf Flächen der Landwirtschaft sollen möglichst gering gehalten werden. So sollen beispielsweise Maßnahmen so geplant werden, dass Wasser auf landwirtschaftlich genutzten Retentionsflächen schnell genug wieder abfließen kann, damit die Böden nicht dauerhaft geschädigt werden.

Eigenvorsorge auch im Hinblick auf Starkregen

Ein noch so gutes HWSK bietet niemals einen hundertprozentigen Schutz. Die Verantwortung für Hochwasserschutz und Schutz vor Starkregen liegt zum einen in der öffentlichen Hand, zum anderen liegt sie aber auch bei den Eigentümerinnen und Eigentümern von privaten und gewerblichen Gebäuden. Im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft sollen die Bürgerinnen und Bürger des Kreises im Hinblick auf mögliche Eigenvorsorge sensibilisiert und geschult werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Überflutungsgefährdung durch Hochwasser oder durch Starkregen / Sturzfluten vorliegt. Mit Hilfe von Starkregengefährdungskarten sollen sämtliche Bereiche, die von Starkregen betroffen sein können, identifiziert werden.

Anfang und Ende Juni sorgten zwei Unwetter im Kreis für Überschwemmungen in den Einzugsbereichen von Berkel, Bocholter Aa, Dinkel und Issel. Entlang der Bocholter Aa waren die Kommunen Velen, Raesfeld, Borken, Rhede, Bocholt und Isselburg betroffen. Besonders die Ortskerne von Ramsdorf und Gemen hatten mit vollgelaufenen Kellern und überschwemmten Straßen zu kämpfen. Bis kurz vor Bocholt bestimmten überschwemmte Felder und Wege das Bild. In Krechting musste ein ca. 1000m langer Wall aus Schotter und Sandsäcken errichtet werden, um ein Wohngebiet von den drohenden Wassermassen zu beschützen.

Nähere Informationen zu den beiden Hochwasserereignissen im dem Bericht “Der Hochwasser-Juni 2016“:

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

Um die Hochwasserereignisse im Juni und deren Auswirkungen noch einmal Revue passieren zu lassen sowie gemeinsam Schlussfolgerungen zum Schutz vor zukünftigen Hochwassergefahren zu ziehen, versammelten sich auf Einladung des Kreises Borken Vertreter der direkten Anliegerkommunen der Bocholter Aa sowie der Bezirksregierung am 31.08.2016 zum ersten „Aa-Gespräch“ im Kreishaus. In dem Termin wurden bereits erste Anforderungen an zukünftige Hochwasserschutzmaßnahmen formuliert. Konsens aller Beteiligter war, dass alle Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Bocholter Aa aufeinander wirken und somit zum verbesserten Management der Wassermassen ein guter und gemeinschaftlicher Informationsaustausch nötig ist.

Es wurde von allen Beteiligten einstimmig beschlossen, dass ein gemeinsames interkommunales Hochwasserschutzkonzept erstellt werden soll, das den gesamten Flusslauf betrachtet. Es wurde eine Vereinbarung entworfen, die am 27.06.2017 von allen Vertragspartnern unterzeichnet wurde. Im Frühjahr 2018 wurde nach Zustimmung aller Projektpartner das Büro Sönnichsen & Partner mit der Erstellung eines Hochwasserschutzkonzeptes zur Bocholter Aa beauftragt.

Die Projektpartner

Die Projektpartner verstehen sich als Solidargemeinschaft. Die oberliegenden Kommunen sind sich bewusst, dass Hochwasser aus dem gesamten Einzugsgebiet entsteht und eine erfolgreiche Vorsorge nur gemeinsam einen Sinn ergibt.

Nähere Informationen zu den einzelnen Kommunen erhalten Sie in der Kurzdarstellung der Projektpartner und beim Anklicken der jeweiligen Wappen.

September 2022

Bürgerinformationstermin der Stadt Borken zum Thema Starkregen- und Extremwetterereignisse

Februar 2022

7. Projektgruppentreffen zum Hochwasserschutzkonzept

Januar 2022

Fertigstellung der Starkregenkarten für Raesfeld und Bocholt

Oktober 2021

Informative Radtouren von der Stadt Borken mit Bürgerinnen und Bürgern entlang der Bocholter Aa zum Thema Hochwasserschutzkonzept

Oktober 2021

Veranstaltung „Wassersensibles Westmünsterland“ zur öffentlichen Präsentation der Prozessergebnisse und zur Starkregenvorsorge

September 2021

Öffentliche Bürgerveranstaltung zur Präsentation des HWSK in Borken

August 2021

Unterzeichnung der Absichtserklärung (Letter of Intent) und persönliche Übergabe des Hochwasserschutzkonzeptes an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der beteiligten Kommunen

August 2021

Fertigstellung der Homepage des Hochwasserschutzkonzepts Bocholter Aa

Juli/August 2021

Dreharbeiten zum Erklärfilm Hochwasserschutz an der Bocholter Aa

Juli 2021

„Veröffentlichung Leitfaden „Wassersensibel Planen und Bauen im Kreis Borken“ und Faltblätter zur Eigen- und Verhaltensvorsorge bei Starkregen

April 2021

Workshop Klimaanpassung als Querschnittsaufgabe zur Qualifizierung der Kommunalangestellten und Stärkung der Verantwortungsgemeinschaft

März 2021

Fertigstellung der Starkregenkarten für die beteiligten Städte Velen, Borken, Rhede, Isselburg, Gescher, Reken und Heiden

März 2021

Digitale Übergabe des Hochwasserschutzkonzeptes Bocholter Aa an die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der beteiligten Städte und Gemeinden

Januar 2021

Erstellung von Infomaterial zum Thema Starkregen und Eigenvorsorge

Dezember 2020

Fertigstellung der Maßnahmensteckbriefe und des Hochwasserschutzkonzeptes Bocholter Aa

November 2020

Gründung der Arbeitsgruppe Satzung und Finanzierung zur Abstimmung eines Finanzierungsmodells für die Umsetzung der Maßnahmen, die aus dem HWSK Bocholter Aa resultieren

Oktober 2020

Erstellung einer Pegelvisualisierung mit neu angeschafften Pegelmesssystemen der Städte Borken und Velen

Mai 2020

Gründung der Arbeitsgruppe Pegelwesen zur Entwicklung eines Wasserstandsmesssystems für die gesamte Bocholter Aa

April 2020

6. Projektgruppentreffen zum Hochwasserschutzkonzept

Januar 2020

Lenkungsgruppentreffen mit den Bürgermeistern der beteiligten Städte und Gemeinden

Oktober 2019

5. Projektgruppentreffen zum Hochwasserschutzkonzept

April 2019

4. Projektgruppentreffen zum Hochwasserschutzkonzept

März 2019

Fertigstellung Maßnahmensteckbriefe

Februar 2019

Beginn Erstellung Starkregenkarten, Erstellung Maßnahmensteckbriefe

Januar 2019

Modellierung weiterer Maßnahmenvorschläge

Dezember 2018

„Elternsprechtage“ mit den Kommunen und Vertretern der Landwirtschaft u. Wasser-und Bodenverbände
Bereisung der Bocholter Aa mit den Vertretern der Projektgruppe u. des Büros Sönnichsen & Partner im Rahmen der amtlichen Gewässerschau Bocholter Aa

November 2018

Infotermin für Landwirtschaft und Wasser- und Bodenverbände am 19.11
Abstimmungstermin mit den kommunalen Liegenschaftlern
Infotermin zum HWSK mit Vertretern der Landwirtschaft (WLV, Ortslandwirte u. Ortsverbandsvorsitzende) und Vertreter der Wasser-und Bodenverbände im Einzugsgebiet der Bocholter Aa

Oktober 2018

3. Projektgruppentreffen zum Hochwasserschutzkonzept

September 2018

Übernahme Hydraulikmodell, Erarbeitung und Modellierung von Maßnahmenvorschlägen

August 2018

Ende August Übergabe 2D-Modell durch BR Münster

Juni 2018

Bereisung der Bearbeitungsstrecke durch Ingenieurbüro

Mai 2018

2. Projektgruppentreffen zum Hochwasserschutzkonzept

Juli 2017

1. Projektgruppentreffen zum Hochwasserschutzkonzept

  • Die Freude ist groß: Nach der Nominierung wurde die “Hochwasserallianz Bocholter Aa” –am Freitag, 16. September 2022 mit dem Bundespreis “Blauer Kompass” 2022 in der Kategorie “Kommunen” ausgezeichnet. Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Umweltbundesamt-Präsident Prof. Dr. Dirk Messner übergaben im feierlichen Rahmen im Bundesumweltamt in Berlin diese höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland für Projekte zur Vorsorge und Anpassung an den Klimawandel. Stellvertretend für alle Beteiligten des Projektes aus dem Westmünsterland nahmen Johannes Maus, Vorsitzender des Ausschusses Natur, Umwelt, Landwirtschaft und Klimaschutz des Kreistages, Mechtild Schulze Hessing, Bürgermeisterin der Stadt Borken und Sprecherin der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Borken sowie Edith Gülker, Fachabteilungsleiterin Klimaschutz und Klimafolgenanpassung des Kreises Borken, den Preis entgegen.Das Preisgeld in Höhe von 25.000€ soll in Projekte fließen, die sowohl die Kommunen als auch Bürgerinnen und Bürger im Kreis Borken bei der Klimaanpassung – zum Beispiel bei der privaten Starkregenvorsorge – unterstützen.
  • Das Gemeinschaftsprojekt „Hochwasserallianz Bocholter Aa“ ist für den Bundespreis Blauer Kompass nominiert! Dieser wird als höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland im Rahmen eines Wettbewerbs für Projekte zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels vergeben. Aus 240 eingegangenen Bewerbungen hat das Projekt aus dem Kreis Borken es somit unter die TOP 20 geschafft. Zeitgleich mit der Veröffentlichung der nominierten Projekte am 18.05.2022 startete auch das bundesweite Voting zum Publikumspreis, bei dem jede/r bis zum 08. Juni täglich ihre/seine Stimme für das eigene Lieblingsprojekt abgeben kann: www.uba.de/tatenbank

 

  • 20.09.2022: Stauwehr an der Königsmühle hat eine neue Wehrklappe // Künftig automatische Steuerung
    Das Stauwehr an der Königsmühle hat jetzt eine neue Wehrklappe. Mitarbeiter einer Fachfirma haben die neue Klappe in dieser Woche im Auftrag der Stadt Bocholt installiert. Die neue Wehrklappe hat eine Länge von zehn Metern und wiegt knapp neun Tonnen.
    Die Stauanlage Königsmühle steuert den Wasserstand des Bocholter Aasees. Sie ist als Fischbauchklappe ausgebildet und wird für den Dauerstau fest eingestellt.
    Im Hochwasserfall wird das Wasser über das Verteilerbauwerk an Bocholter Aa und Pleystrang umgeleitet, die Hälfte fließt in den Bocholter Aasee. Über die Stauanlage Königsmühle und die neue Wehrklappe kann das Hochwasser so kontrolliert abfließen.
    Die Steuerung der sogenannten Fischbauchklappe an der Stauanlage Königsmühle erfolgt zukünftig automatisch und damit an den aktuellen Stand der Technik angepasst.
  • Die Bürgerinformationsveranstaltung der Stadt Borken zum Thema Starkregen findet am 08.09.2022 in Borken statt. Unter anderem wird auch das Ingenieurbüro Sönnichsen und Weinert vor Ort sein und einen Vortrag zum Thema Erstellung der Starkregengefahrenkarten halten. Genauere Informationen werden im Vorfeld noch veröffentlicht.

Pressemitteilungen
zum Hochwasserschutzkonzept Bocholter Aa

Hochwasserschutzkonzept Bocholter Aa fertiggestellt